MacOS Monterey: Weiterhin Schwächen bei der Dock-Positionierung mit mehreren Bildschirmen

Ein Laptop in Verbindung mit ein oder zwei externen Bildschirmen ist eine gute Möglichkeit, die virtuelle Arbeitsfläche zu erweitern. MacOS unterstützt den Anschluss von weiteren Monitoren. Unter dem Menüpunkt „Display“ kann man die genaue Position der vor einem stehenden Bildschirme festlegen. Dabei wird der jeweilige Monitor durch gleichzeitiges Drücken und Halten der linken Maustaste dorthin verschoben, wo er sich auch auf dem Schreibtisch befindet. Damit wird für den Anwender die Nutzung der virtuellen Arbeitsfläche optimiert, denn diese passt sich nahtlos an die Position der Bildschirme vor dem Anwender an. Doch bei allen Raffinessen um die eigentlich intuitiv steuerbare Display-Anordnung offenbart das aktuelle Apple Betriebssystem MacOS Monterey weiterhin Schwächen bei der Dock-Positionierung mit mehreren Bildschirmen.

Dock-Positionierung nicht flexibel steuerbar

Beispielsweise wird ein mittig am Schreibtisch stehendes MacBook mit einem externen linken und rechten Bildschirm verbunden und die Anordnung im „Display“-Menü entsprechend vorgenommen. Jetzt wird der linke Bildschirm im „Display“-Menü als Hauptbildschirm definiert (siehe linkes Foto). Damit wandert die obere Menüleiste (in der Anordnungsübersicht erkennbar durch den weißen halb-transparenten Querbalken) zum Hauptbildschirm. Soweit so gut.

Das Dock, über das der Schnellstart von Programmen erfolgt, verbleibt jedoch weiterhin am unteren Rand des MacBook-Bildschirms, wenn im „Dock“-Steuerungsmenü „unten“ definiert wurde (siehe rechtes Foto). Wenn auf „links“ oder „rechts“ gestellt wird, springt das Dock auf die linke Seite des linken bzw. auf die rechte Seite des rechten externen Bildschirms.

Unten“ muss auch dort sein, wo am Hauptbildschirm „unten“ ist 

Warum überlässt es Apple nicht dem Anwender zu entscheiden, dass das Dock dort „unten“ positioniert wird, wo der Hauptbildschirm ist? Eine berechtigte Frage, denn am Argument einer einheitlichen virtuellen grafischen Oberfläche kann es jedenfalls nicht liegen. MacOS weiß nämlich ganz genau, wo die jeweilige Bildschirmfläche endet. Ein einfacher Test mit einem Finder-Fenster, das beispielsweise vom linken externen Bildschirm nach unten verschoben wird, zeigt: Das Fenster rastet am unteren Bildschirmrand leicht ein, bevor es den virtuellen Arbeitsbereich zum MacBook-Bildschirm verlässt. Damit ist für das Betriebssystem klar definierbar, wo ein Bildschirm endet und ein anderer beginnt.

Nur ein Trick hilft 

Tatsächlich gibt es einen Kompromiss, wie man (fast) erreichen kann, dass der linke oder rechte externe Bildschirm zum Hauptbildschirm wird und das Dock gleichzeitig „unten“ am Hauptbildschirm positioniert werden kann:

Dabei wird das MacBook im „Display“-Menü so verschoben, dass es exakt unterhalb des rechten externen Bildschirms positioniert wird. Der als Hauptbildschirm definierte linke Monitor kann nun das Dock „unten“ anzeigen, denn für das Betriebssystem ist jetzt das MacBook nicht mehr „unten“ (obwohl es freilich weiterhin unten ist, nur eben unterhalb des rechten externen Bildschirms). Hier sieht man, dass die Apple-Entwickler diese Funktion bislang nicht vollständig durchdacht haben, was sich dementsprechend negativ auf die Nutzbarkeit für den Anwender auswirkt. Denn es ist durchaus plausibel, das MacBook mittig vor zwei externen Bildschirmen zu positionieren aber einen anderen Monitor als Hauptbildschirm zu bestimmen als das Display des MacBook.

Fazit

Apple sollte dem Anwender überlassen, wo das Dock auf dem Hauptbildschirm positioniert wird. Denkbar wäre auch eine (durchaus eigenwillige aber mögliche) vertikale Dockpositionierung am rechten Rand des linken Bildschirms sowie am linken Rand des rechten Bildschirms, wenn es der Workflow des Anwenders erfordert. 

Die Schwächen der Dock-Positionierung in einer Anordnung mit mehreren Bildschirmen sind gerade für MacBook-Nutzer spürbar. Vor allem, wenn das mittig vor einem oder zwei externen Bildschirmen positionierte MacBook als Tastatur und Webkamera genutzt wird, der Hauptbildschirm jedoch wegen der Displaygröße auf den linken oder rechten Monitor gelegt werden soll. Mit einem Update von MacOS Monterey bei der Dock-Steuerung würde Apple die Funktion entscheidend flexibilisieren und im Sinne des Nutzers verbessern.

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